Umsetzung

Im Projekt steht primär die Entwicklung eines zukunftsweisenden Piloten mittels der Integration einer „Mobilitätsschule“ in Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Durch Analysen und der Umsetzung eines neuen theoretischen und praktischen Schulungs- und Kommunikationsangebotes wird das Konzept an einer „Mobilitätsschule“ der Fahrschule Verkehr human GmbH mithilfe von Probanden in Berlin erprobt. Die gewonnenen Erkenntnisse neuer Verkehrsmittelangebote, Sachverhalten und Mobilitätsdienstleistungen sollen in das zukünftige Kern-Fahrschulangebot gem. der FahrschAusbO integriert werden und ist durch Unterricht anhand von Exponaten mit neuen Mobilitätsdiensten und mittels zwei EV abzubilden. Ein Kommunikationsbaukasten mit Smartphone, Tablet, E-CarSharing-Mitgliedschaft, ÖPNV-Ticket-Abo, Video-Material aus Internet etc., ist künftig zusätzlich als Grundausstattung in „Mobilitätsschulen“ vorstellbar. Veränderten Anforderungen an die Fahrlehrer- und Fahrschülerausbildung durch die Einführung von Elektrofahrzeugen befähigen die rd. 13.000 Fahrschulen in Deutschland „sprech- und lehrfähig“ zu bleiben und dienen im Aus- und Fortbildungsbereich als Unterrichtshilfe.

 

 

 

Internationaler Bezug

Unter gezielter Förderung multimodaler Mobilität im Bezug zur Elektromobilität in diesem Projekt werden wesentliche Bestrebungen seitens der Europäischen Union 1 ergänzt:

  • Europaweite Harmonisierung und Optimierung der Fahrschüler/Fahrlehrer Ausbildung
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit/Reduktion der Verkehrsopferzahlen
  • Umweltverträglicher Verkehr (Emissionsreduktion z. B. Lärm, Abgase etc.)
  • Effizienter, integrierter und nachhaltiger Verkehr Verbreitung/Dissemination

 

Als Kommunikationsbasis für Fahrschullehrer entsteht eine Projekt-Webseite als interaktive Lern- und Interaktionsplattform. Ergebnisse, Erfahrungen aus dem theoretischen und praktischen Projektalltag der „Mobilitätsschule“ sowie wissenschaftliche Evaluationsbeiträge, informative Beiträge, Bilder, Videos und Kollaborationsergebnisse (Feedback, Twitter, YouTube, etc.) werden für Fahrschulen zugänglich gemacht und stellen einen nationalen bzw. internationalen Wettbewerbsvorteil durch Wissensvorsprung dar.

 

 

 

Ergebnis

Zum Projektende, Dezember 2015, sollen im Ergebnis praxisorientierte und erprobte sowie wissenschaftlich abgesicherte Lernmodule „integrierte  Elektromobilität“ vorgestellt und auf Basis von Anschauungsmaterial sowie „best practice“-Berichten dem Fachpublikum „FahrlehrerInnen“, „FuhrparkleiterInnen“ und der Fachöffentlichkeit präsentiert werden. Für die Erstellung wird mit Behörden, Verbänden (BEE, VCD, DUH, WWF, Greenpeace, DGS, VDV, ADAC, etc.) und Instituten (difu, IZT, InnoZ, etc.) kooperiert und durch die von der Bundesregierung beauftragten Projektträger sowie durch die Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) koordiniert.

Die Ausbildung von FahrlehrerInnen ist in Berichten der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) nicht thematisiert worden. In Deutschland zählen „staatlich anerkannter FahrlehrerInnen“ nicht zum Ausbildungsberuf im klassischen Sinne, sondern werden auf Grundlage des Fahrlehrergesetzes (FahrlG) der zuständigen Straßenverkehrsbehörden erteilt. „Ziel der Ausbildung ist das Heranbilden von Wissen und von Fertigkeiten, von Einsichten und schließlich einem verkehrsgerechten Verhalten zum Schutz des Einzelnen und der Gesellschaft…“ heißt es im FahrLG. Umfang und Inhalt des klassischen Unterrichts zur technischen Betrachtung der Elektromobilität werden von zuständigen Behörden auf Basis von Gesetzen und Verordnungen vorgegeben.